Reifeprüfung für den 1. Grünlandaufwuchs in Brandenburg

 

 

Probenahmenregionen Brandenburg Grünlandreife

Der optimale Schnitttermin zählt zu den wichtigsten Voraussetzungen für eine hohe Silagequalität vom Grünland. Mit keiner anderen Maßnahme entscheidet man so unmittelbar über den Gehalt an Rohprotein und insbesondere an Futterenergie. In den einzelnen Bundesländern werden die landwirtschaftlichen Betriebe durch für die Beratung zuständige Einrichtungen auf der Grundlage von aktuellen Probenahmen über den Reifeverlauf des 1. Grünlandaufwuchses an ausgewählten Standorten informiert.

 

Für Brandenburg stellt sich seit dem Jahre 2007 der Paulinenauer Arbeitskreis in Zusammenarbeit zunächst mit dem Landesamt für ländliche Entwicklung, Landwirtschaft und Flurneuordnung (LELF), aktuell mit dem Leibniz Zentrum für Agrarlandschaftsforschung (ZALF) dieser Aufgabe. Die Reifeentwicklung des Grünlandes wird an regionstypischen Standorten in Paulinenaue sowie in 5, seit 2015 in 6 und seit 2016 in 7 landwirtschaftlichen Betrieben auf etwa 20 Flächen durchgeführt. Es wird angestrebt, alljährlich die Beprobungen auf denselben Flächen durchzuführen.

 

Einige Landwirtschaftsbetriebe lassen den Futterwert ihrer Grünlandaufwüchse darüber hinaus auch selbst in einem Futtermittellabor, z.B. beim Landeskontrollverband Berlin-Brandenburg in Waldsieversdorf analysieren. Dies wird dann als besonders sinnvoll erachtet, wenn die Grünlandflächen zumeist durch die Wasserverhältnisse oder sehr verschiedene Ansaatmischungen recht unterschiedliche Reifeentwicklungen zeigen.

 

 

 


Methode

 

Methodik der Grünlandreifeprüfung

Die Reifeentwicklung des Grünlandes wird etwa ab Mitte April an den regionstypischen Standorten in Paulinenaue sowie in 5, seit 2015 in 6 und seit 2016 in 7 landwirtschaftlichen Betrieben auf etwa 20 Flächen durchgeführt. Es wird angestrebt, alljährlich die Beprobungen auf denselben Flächen durchzuführen.

 

Mit der Probenahme wird begonnen, wenn auf den meisten Standorten eine Bestandshöhe von ca. 10 cm erreicht und damit eine ordnungsgemäße Probenahme überhaupt erst möglich ist. Die Proben werden an mindestens 5 Stellen je Fläche mit einer Stoppelhöhe von 3 bis 5 cm geschnitten und zu einer Sammelprobe vereint. Diese wird dann in einer Kühlbox ins Labor transportiert, über mindestens 36 Stunden bei 60°C im Umlufttrockenschrank getrocknet, mit 1 mm Siebgröße gemahlen und anschließend NIRS-analytisch (VdLUFA-Netzwerk) untersucht.

 

 

 

Weitere Informationen zum Download

application/pdf 10 Jahre Grünlandreifprüfung (Weise et al._Bauernzeitung_H16_2017).pdf (492,0 KiB)

 

application/pdf 1. Reifeschätzung für den ersten Grünlandschnitt. PAGF Mitgliederinfo_2023-1.pdf (93,2 KiB

 

application/pdf 2. Reifeschätzung für den ersten Grünlandschnitt. PAGF Mitgliederinfo_2023-2.pdf (361,7 KiB)